Neue Mittelschule

Neue Mittelschule (NMS) und Musikmittelschule (MMS)

Die Neue Mittelschule versucht, jedes Kind bestmöglich zu fördern

Projektorientiertes Lernen, Teamteaching, Entwicklung sozialer Fähigkeiten, Eigenverantwortung übernehmen … das sind nur einige der Schlagworte, die auf die Neue Mittelschule (NMS) St. Johann zutreffen. Seit Herbst 2013 wird die bisherige Hauptschule St. Johann ab den ersten Klassen als NMS geführt.

Wissen ist heutzutage jederzeit und überall abrufbar. Es kann daher nicht mehr die Aufgabe einer modernen Schule sein, Kinder mit unnötigem Sachwissen, das sie nach Test und Schularbeiten ohnedies zum Großteil wieder vergessen, zu überladen.

Der Anspruch an zeitgemäße Pädagogik ist vielmehr, den Kindern Fertigkeiten und Fähigkeiten zu vermitteln, die sie für ein erfolgreiches und erfülltes (Arbeits-)leben vorbereiten - dafür sind neue Strukturen notwendig.

Es wird versucht, auf die Einzigartigkeit und Stärken jedes Kindes individuell einzugehen. Abwechslungsreiche Lernangebote begünstigen die individuelle Förderung sowie das „soziale Lernen“, also das Lernen miteinander und voneinander. Ebenso werden Kinder mit besonderen Bedürfnissen in die NMS integriert.

Neben solidem Fachwissen werden auch soziale Fähigkeiten im Umgang mit anderen SchülerInnen, wie Respekt, Achtung und Toleranz vermittelt und gelebt. Selbsteinschätzung und Beurteilung der eigenen Fähigkeiten und des Wissens führen die SchülerInnen dazu, zunehmend selber Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Die LehrerInnen der NMS St. Johann haben dabei die verantwortungsvolle Aufgabe, die SchülerInnen auf diesem Weg bestmöglich zu leiten und zu unterstützen.

 

Mehr als „nur“ Unterricht

Die neuen Kompetenzbereiche verlangen neue Unterrichtssituationen und Beurteilungskriterien. In den Hauptfächern unterrichten jetzt zwei LehrerInnen (nach Möglichkeit ein/e AHS-LehrerIn), damit kann besser auf die Fähigkeiten der Kinder eingegangen werden. Leistungsgruppen gibt es in der NMS in der bekannten Form nicht mehr.

Am Ende der zweiten Klasse werden die SchülerInnen in den Hauptgegenständen in zwei Niveaus – in grundlegender oder in vertiefter Ausbildung – beurteilt. Die vertiefte Ausbildung findet auf Gymnasiumniveau statt und berechtigt zum Aufstieg in weiterführende Schulen.

Erst ab der dritten Klasse entscheiden sie sich für einen Schwerpunkt. Wir bieten Werken und Gestalten, Natur und Technik, Fitness und Praxis oder eine zweite lebende Fremdsprache (Italiensich) als Wahlpflichtfächer an.

SchülerInnen der Musik-Mittelschule haben ihren Schwerpunkt mit der Musik ab der ersten Klasse bereits gewählt und können diese Klasse nach einer Eignungsfeststellung besuchen.

In der NMS wird eine neue Form der Leistungsbeurteilung angewendet. Zusätzlich zum Notenzeugnis gibt es eine Leistungsbeschreibung, in der die Stärken und die Fortschritte des jeweiligen Schüler/der jeweiligen Schülerin ausgewiesen werden.

Die neue Schulform soll durch praxisorientiertes Lernen den Grundstein für verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten legen.

Unter dem Motto „learning by doing“ wird besonders viel Wert auf verschiedene Projekte, Freiarbeiten und Gruppenarbeiten gelegt.

Zwei Lerndesigner – Herr Hermann Weißofner und Herr Manfred Strasser – unterstützten die Arbeiten der KollegInnen. Sie treiben die Unterrichtsentwicklung voran und arbeiten mit ihnen am Einsatz neuer Unterrichtskonzepte.

Ein Novum der NMS sind auch die jährlichen Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräche, die zusätzlich zum Elternsprechtag abgehalten werden. Die Kinder laden ihre Eltern und LehrerInnen zu einem 15-minütigem Gespräch, bei dem sie ihre besonders gut gelungenen Arbeiten präsentieren und reflektieren dürfen.

 

Eine Vorzeigeschule

Die NMS St. Johann ist nicht nur in puncto Schulgebäude und Topausstattung eine Vorzeigeschule sondern auch durch ihr umfangreiches Bildungsangebot.

Die neue Schulform ist ein ständig wachsender Prozess, SchülerInnen und PädagogInnen werden noch lange nicht „ausgelernt“ haben.

 

                                                                                  Moldan Herbert, Direktor NMS